Betriebssystemfamilie
Amiga - eine eigene Welt neben DOS, Windows und Mac
Der Amiga verband Grafik, Ton und Multitasking zu einer Bedienidee, die sich von allen anderen Systemen dieser Zeit deutlich unterschied. AmigaOS 3.1 zeigt diese Welt in ihrer bekanntesten Form.
Die Bedienidee
Oben liegt eine schmale Bildschirmleiste mit Menüs und der Speicheranzeige, rechts stehen die Piktogramme der Datenträger, und jedes Fenster gehört zu einer Schublade. Die Workbench ist dabei nur ein Programm unter vielen: Wer es genauer wollte, öffnete die AmigaShell und arbeitete mit Befehlen weiter. Beide Wege führten zum selben Dateisystem.
Kennzeichen des Amiga
Echtes Multitasking
Mehrere Programme liefen gleichzeitig, während andere Heimcomputer nur ein Programm zurzeit ausführten.
Mehrere Bildschirme
Programme konnten eigene Bildschirme mit eigener Auflösung öffnen. Ein Gadget oben rechts blätterte zwischen ihnen.
Piktogramme mit ToolTypes
Sichtbar wurde ein Objekt erst durch seine zusätzliche Info-Datei. Darin standen Symbol und Einstellungen als ToolTypes.
Benannte Datenträger und Assigns
Statt Laufwerksbuchstaben gab es Namen wie Workbench3.1: oder Work:. Kurznamen wie C: oder S: zeigten auf Verzeichnisse.
AmigaShell
Die Shell arbeitete mit Befehlen wie List, Copy, Assign oder Avail und ergänzte die Workbench, statt sie zu ersetzen.
Stationen der Workbench
Amiga 1000 mit Workbench 1.0 (1985)
Farbgrafik, Stereoton und echtes Multitasking auf einem Heimcomputer.
Workbench 1.3 (1988)
Die verbreitete Fassung der frühen Jahre, oft von Diskette gestartet.
Workbench 2.0 (1990)
Neues, ruhigeres Erscheinungsbild und eine aufgeräumte Shell.
Workbench 3.0 (1992)
AGA-Chipsatz, mehr Farben und Datentypen für Bilder und Texte.
AmigaOS 3.1 (1994)
Letzte Fassung aus der Zeit von Commodore und bis heute die bekannteste.
Spätere Wege (ab 1996)
AmigaOS 3.5 und 4, MorphOS und AROS führten die Ideen unter neuen Eigentümern fort.
Rechtlicher Hinweis
Betriebssysteme.net ist ein unabhängiges Informationsangebot und steht in keiner Verbindung zu den heutigen Rechteinhabern an Amiga, AmigaOS oder Workbench. Die dargestellten Oberflächen sind eigenständige, historisch inspirierte Simulationen. Es werden keine Originalsymbole, Originalschriften, ROM-Abbilder oder Systemdateien verwendet.