1993 - 3.x-Serie

Windows 3.11

Windows 3.11 steht für die grafische Windows-3.x-Welt auf MS-DOS. Programm-Manager und Datei-Manager prägten die Bedienung; Windows for Workgroups 3.11 ergänzte als eigene Variante Funktionen für vernetzte Arbeitsplätze.

Die Simulation ist eine eigenständige, historisch inspirierte Nachbildung und verwendet keine geschützten Original-Grafiken. Sie startet kein echtes DOS oder Windows.

Windows auf MS-DOS

Windows 3.11 gehört zur Windows-3.x-Generation der frühen 1990er Jahre. Es war keine vollständig eigenständige moderne Betriebssystemplattform: Zuerst startete MS-DOS und stellte den grundlegenden Start- und Dateisystemkontext bereit. Darüber bot Windows Fenster, eine grafische Bedienung und eine Umgebung für Windows-Programme. DOS-Programme blieben ebenfalls wichtig. MS-DOS 6.22 zeigt die Kommandozeilenwelt, auf der viele damalige PCs aufbauten.

Der Unterschied zwischen textbasierter Eingabe und grafischer Bedienung wird im Artikel über GUI und Kommandozeile erklärt.

Merkmale der 3.x-Oberfläche

  • Programm-Manager als Ausgangspunkt für Anwendungen in Programmgruppen.
  • Datei-Manager zum Durchsuchen und Verwalten von Dateien und Verzeichnissen.
  • Windows-Anwendungen teilten sich die Ausführungszeit überwiegend durch kooperatives Multitasking.
  • Fenster und Symbole statt ausschließlich textbasierter DOS-Eingabe.

Programm-Manager und Bedienung

Statt eines Startmenüs verwaltet der Programm-Manager Gruppen wie Hauptgruppe und Zubehör. Jede Gruppe öffnet sich als Fenster mit Symbolen für Programme. Der Datei-Manager zeigt Laufwerke, Verzeichnisse und Dateien; er ist nicht der spätere Windows-Explorer. Eine Taskleiste mit dauerhaft sichtbaren Schaltflächen für alle Fenster gab es hier noch nicht.

In der Simulation lassen sich Programmgruppen öffnen und die DOS-Eingabeaufforderung mit ausgewählten, ausschließlich simulierten Befehlen ausprobieren. System wechseln führt zurück zur Betriebssystemauswahl. Die Grundlagen der Laufwerke und Verzeichnisse erklärt Dateisysteme und Pfade.

Windows for Workgroups 3.11 und das lokale Netz

Windows for Workgroups 3.11 war eine wichtige netzwerkfähige Variante. In Arbeitsgruppen konnten entsprechend eingerichtete PCs Ressourcen wie Dateien und Drucker im lokalen Netz gemeinsam nutzen. Das machte Windows für kleine Büros und frühe vernetzte Arbeitsplätze interessanter. Nicht jede Installation von Windows 3.11 war jedoch eine Workgroups-Installation.

Diese Arbeitsgruppen waren keine modernen Windows-Domänen mit zentraler Verwaltung. Die Netzwerknutzung hing von passender Hardware, Treibern und Einrichtung ab.

Start und Installation

Beim üblichen Start fuhr zunächst DOS hoch; anschließend konnte Windows mit dem Befehl WIN gestartet werden. CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT gehörten zur DOS-Startumgebung, nicht zur vollständigen Konfiguration der grafischen Windows-Oberfläche. Mehr dazu steht unter Bootvorgang und Systemstart.

Die Installation erfolgte zeittypisch über Installationsmedien wie Disketten. Speicherplatz, passende Treiber und die DOS-Umgebung mussten zum jeweiligen Rechner passen.

Systemanforderungen (historisch)

  • Typische Plattform: PCs der 386- und 486-Ära, im Büro, zu Hause und an frühen vernetzten Arbeitsplätzen.
  • Arbeitsspeicher und freier Festplattenplatz: abhängig von Variante und Nutzung; mehrere Megabyte waren nötig.
  • Grafik: VGA oder eine vergleichbare unterstützte Anzeige.
  • Voraussetzung: eine passende MS-DOS-Umgebung und Treiber für die vorhandene Hardware.

Von Programmgruppen zu Startmenü und Taskleiste

Windows 95 ersetzte den Programm-Manager als zentrale Orientierung durch Startmenü, Taskleiste und Explorer. Das war ein sichtbarer Bruch in der Bedienung, nicht einfach nur eine neue Fensterdekoration. Windows 3.x und die späteren 9x-Systeme stehen in einer anderen Entwicklungslinie als Windows NT.

Die Geschichte der Betriebssysteme ordnet beide Generationen ein; der Vergleich von MS-DOS und Windows 3.11 zeigt die Unterschiede zwischen DOS und seiner grafischen Umgebung.