Betriebssystemfamilie
Solaris - kommerzielles UNIX für Workstations und Server
Solaris war das UNIX-System von Sun Microsystems. Es verband einen strengen Mehrbenutzerbetrieb mit einer sachlichen grafischen Oberfläche: dem Common Desktop Environment.
Was war Solaris?
Solaris kam von Sun Microsystems, einem Unternehmen, das sowohl Rechner als auch die dazu passende Software entwickelte. Das System stand für stabilen Dauerbetrieb, viele gleichzeitige Nutzer und einen starken Netzwerkbezug. Während Heimrechner in den 1990er Jahren gerade erst ins Internet fanden, war Solaris längst auf den Betrieb ganzer Abteilungen ausgelegt.
Bausteine
UNIX und System V
Mehrbenutzerbetrieb, klare Rechte und ein Dateisystem, das beim Wurzelverzeichnis beginnt.
SPARC
Sun entwickelte eigene Prozessoren. Solaris lief außerdem auf weiteren Plattformen.
Workstations und Server
Solaris war im technischen Arbeitsplatz ebenso zu Hause wie im Rechenzentrum.
Common Desktop Environment
Front Panel, Subpanels, vier Arbeitsflächen, File Manager, Application Manager und Style Manager.
Netzwerk
Solaris war stark auf Netzwerkdienste und den Betrieb vieler Nutzer gleichzeitig ausgerichtet.
Stationen
SunOS (1982 bis 1994)
Die frühen Systeme von Sun beruhten auf der BSD-Linie und liefen auf eigenen Arbeitsplatzrechnern.
Solaris 2 (1992)
Der Wechsel auf System V Release 4 brachte eine neue Grundlage und den Namen Solaris.
Common Desktop Environment (ab 1996)
Mehrere UNIX-Anbieter einigten sich auf eine gemeinsame grafische Arbeitsumgebung.
Solaris 8 (2000)
Eine der bekanntesten Fassungen der Reihe, verbreitet auf Workstations und Servern.
Spätere Entwicklung (ab 2002)
Die Solaris-Linie wurde weiterentwickelt und später unter anderem Dach fortgeführt.
Historische Bedeutung
Solaris prägte das Bild des professionellen UNIX-Arbeitsplatzes. Viele Konzepte, die heute selbstverständlich wirken - getrennte Benutzerkonten, Rechte im Dateisystem, Arbeiten über das Netz - waren dort früh Alltag. Wer die Kommandozeile vergleichen möchte, findet verwandte Welten bei Linux und NeXTSTEP.